Reiten in Griechenland

Griechenland, „Winter“ 2019, Mitte Februar, Sonnenschein, bis 17 Grad Celsius. Mittendrin im Frühling. In drei Etappen in die Sonne: Udine, Ancona und von dort mit der Fähre nach Igoumenitsa. 50 km südlich stehen wir in mitten von Olivenbäumen, einsam und romantisch. 5000 qm Koppel für die Pferde. Schöne Reitwege und das Ionische Meer zu unseren Füßen. Schöner kann es gar nicht sein. Besonders unsere Tiere haben es wunderbar. Die Criollo Damen viel Platz und fünf Pferde am Zaun für die „Unterhatung“. Frei und ungezwungen kann wieder unsere Hündin mit auf den Reittouren unterwegs sein. Was für eine wunderbare Ecke, ohne Zwang und frei wie die Vögel hier, die jeden Motgen uns mit ihrem Gesang uns wecken.

Morgenröte, später blauer Himmel und am Horizont die massiven Berge der Rhodopen. Griechenland empfängt uns im Postkartenklischee. Die Fähre legt im Hafen von Igoumenitsa an und wir rollen runter. Minuten später parken wir am Olivenhain. Zuerst einmal kommen die Criollo Damen dran: Pferdepause nach der Fährfahrt. Pferde ausladen, gehen, füttern und tränken. 50 km weiter südlich rangieren wir unser 14m Gespann vorwärts rückwärts an Steinen und Bäumen vorbei in den Olivenhain von Dörte und Christos.
Erster Griechenland Stopp für 3 Wochen (Febr. 2019). Wir inmitten von Olivenbäumen, die Pferde auf einer großen Koppel, Heu und Wasser genug, Natur und Ruhe. Neben uns der Laufstall, Heulager und die Pferde von Dörte und Christos, die seit 13 Jahren im 250 Seelendorf Valanidorrachi leben. Die Ecke gehört zum Kreisgebiet Epirus mit Verwaltungsort Kanalaki.
Ausgestiegen aus Deutschland, Eingestiegen in Griechenland. „Ich bereue nichts und gehe sicher nicht zurück nach Deutschland“ sagt Dörte, Pferdeliebhaberin, Mutter zweier Kinder. Ihr kleines Reitunternehmen Sea View Riding bringt Gäste mit den Pferden in die Umgebung. Christos, Dörtes Mann, der Grieche hilft wo er kann, nur Sonntag ist „heilig“. „Da arbeite ich nicht. Hier zu leben ist anders Clark, stressfrei, weniger Geld aber mit Zeit“. Ihn zu fragen was man Sonntag macht, erübrigt sich, schon am nächsten Sonntag erfahre ich die Antwort: Blaues Meer, weißer Sandstrand, Sonne und wir sitzen an dem Loutsa Strand im Café, plaudern, trinken griechischen Kaffee und schauen auf das Meer – klar, es ist Sonntag Christos. Die liebenswürdigen Zwei bemuttern uns regelrecht, mal bringen sie Kuchen, Brot, oder griechische Leckereien und meine Lieblingssuppe auch: Bohnensuppe.

Sea View Riding – Meer Blick Reiten übersetzt trifft den Nagel auf dem Kopf. Großartige wilde und lange Ritte gehen hier nicht, die Küstenregionen sind hier verbaut. Spazieren Reiten, gemütlich und einfach, ist angesagt. Nichts Aufregendes. Für uns erstmals, aber auch schön. Wege durch kleine Wälder, entlang von Feldern, hinauf zur Kirche und an das Meer. Ionisches Meer, tiefblau, schroffe Küste, dann Sandstrand und wieder steiniges Ufer wo sich die Wellen brechen. Wunderschöne Eindrücke. Dazu, jetzt im Februar „Winterwetter Griechenland“ nachts recht kühl und tagsüber ewig blauer Himmel zwischen 13 – 20 Grad warm.

Ammoudia, ein kleines Küstendorf, ist wieder eine Story. Hier fließt ein Fluss in das Meer. Und im Fluss liegt Teo`s Fischerboot. Der Grieche hat eine Taverne, innen urig und unverändert aus den Zeiten seines Vaters. Nostalgie Abendessen gemeinsam mit Christos und Dörte eine leckere Fischsuppe.
Zubereitet aus frischen Fang von Teo ( im Foto rechts) , der auch Fischer ist. Teo sagt im astfreien Deutsch: „Das Meer gibt das was wir brauchen, nicht viel, aber auch nicht wenig“ Teo Lebensphilosophie ist mit dem auszukommen, was man eben hat – fertig. Das trifft noch extremer auf seinem Untermieter zu, der bei Teo wohnt. Uli,(links im Bild) Deutscher, 7O Jahre alt, fährt eben mal so, wie wir zum Bäcker, mit dem Fahrrad zur Arbeit oder Freunde besuchen. Nur Uli`s Arbeitsplatz, er ist Schiffsbauer, ist in England und die Freunde in Deutschland. Mal eben von Griechenland nach England radeln ist „ganz einfach“ sagt Uli. Bei seinem Maßstäben, ein extremer Seekajakfahrer auch noch, sicher. Vor zwei Jahren wollte Uli nicht von Deutschland radeln, also fuhr er mit dem Seakajak die ganze Donau runter, durch das Schwarze Meer, in den Bosporus und weiter durch das Mittelmeer bis hier her, einfach mal nach Hause nach Griechenland.

Parga, nur 20 km von uns entfernt, ist ein netter kleiner Ort am Meer und idyllisch. Ja aber nur jetzt fern von den Sommermonaten. In der Hochsaison schieben sich die Massen durch die bunten Häuser.

Unterwegs mit Pferden. Unsere Criollos kennen das Reisen. Egal wo sie sind, sie fühlen sich wie zu Hause. Hier, bei Dörte, leben die Pferde auf einer großen Koppel frei und ungebunden. Unsere stehen gleich nebenan, auch auf einer riesigen Koppel. Dazu gutes Heu. Dörtes Pferdehaltung gefällt uns und Manuela ist so begeistert, das sie Dörte und Cristos kostenlos, den Pferden zu Liebe, TTouch für Pferde beibringt. Alle. Menschen und Pferde, haben daran Freude und ein ehemaliges Rennpferd macht enorme Fortschritte. Geduld und Zeit haben ist sicher der Schlüssel. Das erlebe ich ständig mit unseren Pferden, auf Grund unseres guten Verhältnisses zu den Tieren, ist es denen egal was los ist, das Vertrauen ist einfach da. Beispiel dafür ist Manuelas Pferd Naranjas Meeresspaziergang. Sie kennt das Meer nicht, wir leben ja in Österreich, und nach nur wenigen Minuten und ohne Druck sind die Zwei im Meerwasser unterwegs – tiefes Vertrauen.

 

TTouch für Pferde mit Manuela auch in Griechenland. Dörte ist begeistert: „Dank Manuela lernte meine Stute Floga sich innerhalb kürzester Zeit durch TTouches® und den Einsatz von Körperbändern zu entspannen und ein besseres Körper Gefühl zu bekommen.“ – mehr darüber unter; http://www.pferde-burgenland.at/ttouch-erfahrungen-mit-pferden-blogs-infos-kritiken/

Reisen ist ja Erleben. Wir lernen Unterwegs immer wieder ganz extreme und interessante Menschen kennen. Irgendwo ziehe ich die an! Und in fremden Ländern Reiten bedeutet Begegnungen, Details in der Natur sehen, tatsächliches Leben kennenlernen und viel dazu lernen. Reisen ist einfach toll, eine der schönsten Drogen!

Es geht weiter. 490 km Fahrt und wir landen im Süden von Peloponnes. Die Welt hier, die Region Messini, ist anders. Unendliche Blumenmeere, Wälder und bergige Landschaften gesäumt vom dem blauen Meer. Iris, unsere Gastgeberin, sagt bei unserer Ankunft: „Hier könnt ihr stehen, der Platz geht doch“! Stehen, ja sicher, aber mehr staunen. Unser einsamer Platz liegt mitten in der duftenden Kräuterwiese zwischen Olivenbäumen mit Blick auf das Meer. Hurra wir sind da!
Tage später reiten wir los. Iris dabei. Schöne Erdwege, dann mal Schotter. Wir schlängeln uns durch Olivenhaine und folgen Pfade in die Berge. Alles blüht, wuchert, strotzt für Lebensfreude, 22 Grad plus, Mitte März, der Frühling ist da. Schwitzend laufen gelassen unsere Criollodamen, die noch leichtes Winterfell haben, bergauf und bergab. Egal wo wir sind das Panorama mit dem Blick zu Meer begleitet uns den ganzen Tag. Eine schöne Ecke mit vielen Wegen.
Reisen mit Pferden heiß ja nicht nur ewig Reiten. Wir gönnen unseren Pferden Pause und die Kräuterwiese und unternehmen Ausflüge. Koroni, der kleinen Hafenort, ist malerisch und schön gelegen. Noch ist Ruhe hier, aber Haus für Haus besteht aus Cafés, Restaurant und Tourishops. Diese unheimliche Aneinanderreihung lässt erahnen was los sein wird wenn die Urlauberscharren einströmen. Dagegen ist Kalamata typisch und urig, einfach richtig Griechisch. Hier fühlen wir uns wohl, schlendern durch die engen Gassen der Altstadt und besuchen den Hafen. Doch es kommt bei einem anderen Ausflug noch besser! Nach unserem Besuch von Finikoundas (Foto links), der Hafen liegt ganz im Süden, entdecken wir zufällig eine irrsinnig schmale Straße rechts und folgen dem Schild Taverne Tsapi. Planlos losfahren und Neues zu erkunden macht uns viel Spaß. Endlos erscheinende Kurvierei bergab auf engen Serpentinen. Dann Ende der Straße. Vorhang auf. Vor uns die Idylle (Foto rechts unten). Weißer Sandstrand, eine Taverne am Meer, blauer Himmel, blaues Meer, Vogelgesang. Mehr geht schon kaum! Perfektes Walter Disney Filmpanorama. Und genau hier erleben wir noch eine Steigerung. Wir essen in der Taverne gigantisch gut: Lammfleisch in Zitronensoße, gebackene Auberginen Klöße, mit Kräutern gewürzten Spinat und Kartoffeln. Dazu Wein, Limo und Kaffee und das Gourmet Mittagessen kostet für uns Euro 25,00. Maria, die Chefin, freut sich über unsere Zufriedenheit und erklärt: „Ich koche hier wie zu Hause, ganz einfach mit Liebe. Alle Produkte sind von uns selbst“ Wie ihr Maria finden könnt, unten im Infoteil steht es.

Griechenland prägt nicht „nur“ schöne Landschaften, besonders die GriechenInnen haben es uns angetan. Freundlich und immer wieder freundlich. Offene Menschen, die egal wo wir sind, hilfsbereit und überaus freundlich sind. Selbst in den abgelegensten Gegenden sprechen viele Deutsch und Englisch. Wo immer wir auftauchen, es gab nette Gespräche, ein Lachen und sanfte Gastfreundschaft. Mit Pferden unterwegs zu sein ist Klasse. Die Leute sind begeistert und sofort gibt es Gesprächsstoff. Und Fahrzeuge, egal ob Auot oder Moped, bremsen sofort ab, schleichen an uns vorbei oder stoppen. Rücksicht in jeder Form, auch unseren Hund gegenüber. Das Klischee Griechen sind Hundefeindlich ist Blödsinn. Bella, unsere Herdenschutzhündin, wurde überall gestreichelt, bewundert und gern aufgenommen.
Die Reiserealität ist immer die Gleiche: Selbst hinfahren, selbst erleben, selbst erfahren und dort sein – mitten drin ohne Vorurteile. Dann wird man einem Land und seinem Menschen gerecht, eben ohne Vorurteile!

 

 

 

 

TTouch® für Pferde noch einmal in Griechenland, diesmal auf der Halbinsel Peloponnes. Iris, unsere Gastgeberin von der Reitschule „Peripetia“ hatte 13 Teilnehmer für einen Tageskur organisiert. „Fühlen wie es sich Anfühlt“ zeigt Manuela den TTouch® und vermittelt Stärke, Gefühl und Bewegung. Die Griecheninnen und die vielen mänlichen Teilnehmern waren begeistert.

Langsam läuft die Sanduhr ab, die Zeit in Griechenland. Trotzdem nehmen wir den Umweg nahe Athen. Die antike Stadt wollen wir besuchen, natürlich ohne Pferde. Unser Stopp im Alexippos Equestrian Center, nur 40 km entfernt von der griechischen Hauptstadt, ist ein Volltreffer für uns und die Pferde. Unsere Criollos haben enorm große Boxen, schönes Stroheinstreu und duftendes Heu. Täglich im Freien Auslauf, direkt vor unserem Camper. Der steht im Grünen umgeben von Olivenbäumen und Vogelgesang. Alexandra, deutsch-, englisch und griechischsprachig ist „Mädchen“ für alles: Chefin, Reitlehrerin, Bereiterin und unterhält alle in Bestform. Hier geht es fröhlich zu, eine schöne Atmosphäre.
Das ist beruhigend für uns, gerne überlassen wir ihr unsere Pferde für 4 Tage, und reisen nach Athen.

Ostern 2019 in Athen. Mittendrin in der Stadt der Antike. Stadt der Sehenswürdigkeiten. Stadt des Chaos. Athen, das lebhafte turbulente „Irrenhaus“, erlebten wir 4 Tage. Danach will man überall wohnen, bloß nicht in Athen. Beeindruckend ist Alles. Akropolis erbaut in einer Zeit, wo wir in unserer „Heimat“ nicht einmal wussten das 1 und 1 Zwei ist. Wir schlenderten überall herum. Durch die engen Gassen, wo sich Autos fast durchzwängten, mal 3 oder 5 cm Platz an beiden Seiten.

Plaga, der Flohmarkt und die Altstadt, ein Rummel von Touristen und Läden. Massenmarsch am Fuße der Akropolis, wo man kaum stehe bleiben kann, weil die Massen einen weiterschieben. Dann den Markt der irre belebt ist und voller Leben.

Einen Glückstreffer finden wir: Ruheoase am Fuße der Akropolis. Stille, fast menschenleer. Winzige Häuschen, Pflanzen und enge Gassen. Hier entdeckten wir über kleine Wege das Uralt – Athen. Weiße kleine Häuser, geschmiegt am Berg, einfach gebaut, eben nach der Zeit der Blühte.
Die Blühte ist vorbei, aber das Erlebte war für uns mehr als interessant. Nachdenklich macht das mit der „Blühte“ schon. Römische Reiche, Griechen Imperium, Pharaonen etc, sind alle verschwunden.

Warum glauben wir eigentlich, das wir den sogenannten Wohlstand für immer gepachtet haben?
Es wird keine Ausnahmen geben, da bin ich mir sicher, den alle Reiche haben von der Ewigkeit geträumt – nicht einer dieser Träume ist in Erfüllung gegangen.

Ein „Licht“ geht aus, der letzte Sonnenuntergang in Griechenland. Es wird dunkel, wir verladen die Pferde und fahren zur Fähre. Um 0100 Uhr legt das Schiff ab von Griechenland, wir auch – eine wunderschöne Zeit geht zu Ende.
Griechenland war eine großartige Mischung. Vielfältig ist die Landschaft, schroffe Küsten, weiße Sandstrände, hüglig mit Olivenhainen, hohe Berge. Dazwischen kleine Dörfer. Die Peloponnes Halbinsel ist noch sehr urtümlich.
Besonders von den Menschen waren wir begeistert. Egal wo wir waren, was wir wollten oder wem wir kennenlernten, uns begegneten enorm freundliche Menschen. Beeindruckend auch, überall kann man sich gut mit Englisch verständigen und teilweise auch mit Deutsch.

Wir kommen bestimmt wieder!!!

——————–  Infos über die Reiterhöfe wo wir waren und Tipps von Unterwegs ————————–

Reiturlaub Griechenland/ Sea-View-Appartments

Kleiner Reiterhof idyllisch gelegen. 5 Pferde für ein – dreistündige Ausritte. Nettes Team – sprechen Deutsch, Englisch, Griechisch. Unsere Pferde hatten eine riesengroße Koppel und gutes Heu.
Dörte Kohlstock& Christos Apostolou
48062 Valanidorrachi / Griechenland
Tel. 00302684041565
Mobile 00306948567801 (Dörte)
Mobile00306942266901 (Christos)
E-Mail doertekohlstock@gmx.de
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Taverne Tsapi – echt griechisches Essen und Camping nebenan
Ein „kleiner Garden Eden“ einmalig schön. Fantastisches preiswertes hausgemachtes Essen mit eigenen Produkten. Terrasse direkt am Strand, Ruhe, Olivenhaine und romantische Klippen.
Neben der Taverne mitten im Olivenhain romantischer Camping.
Tavernen Chefin Maria spricht Englisch.
+30 27250 – 51521 facebook.com/tavernatsapi
Camping Tsapi Facebook: camping.tsapi Tel.+30 27250 51503 u. +30 6946 284863
Anfahrt: 12 km südlich von Koroni Richtung Finikoundas liegt links, nicht gut sichtbar, die Abzweigung nach Tsapi.

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Peloppones – Reitschule „Peripetia“ bietet neben Unterricht schöne Ausritte an. Die Umgebung ist ursprünglich und vom Hof ist es ein Katzensprung an das blaue Meer. Der kleine Hof ist schön gelegen. Eine Ferienunterkunft ist ebenfalls vorhanden.

Iris Bahlinger – spricht Deutsch, Englisch und Griechisch

GR-24010 Chrani
Web: peripetiahorses.com http://www.peripetia.de/
Email:
mobil +30 – 69737 – 66502

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Alesippos Pferde Zentrum – schöne Anlage mit Reithalle, großen Pferdeboxen mit Einstreu, Auslauf, gutes Heu. Gastpferdeunterbringung möglich. Reitunterricht und kurze Ausritte.
Alexandra Sourlas – die „Urige“ spricht Deutsch, Englisch, Griechisch.
8 Amazonon Strasse (am km 47,2 auf der Anavyssou Ave.) ca. 47 km von Athen im Süden
19010 Kalyvia (Bezirk;Thoriko Attiki)
Tel./Fax. +30 22910 26684 und Tel. +30 6956 110242
Email:
Web: www.alexippos.gr