Böhmen und Slowakei, Reittouren in purer Natur

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Reiten in der Tschechei und Slowakei – mit Abstecher in Österreich in das Waldviertel und Weinviertel

 

Reiten im Waldviertel bedeutet Mythos, Natur und Romantik

Zu unserem ursprünglichen geplanten Ziel, die Niedrige Tatra in der Slowakei, unternahmen wir – auch geographisch gesehen – einen regelrechten großen Bogen. Und kamen zuerst in das Waldviertel. Manuelas Mutter, sie heißt Luise bei uns, ist dort in einem kleinen Schloss aufgewachsen, nicht als Fürstin, sondern als Tochter von Angestellten der adligen Familie. Und durch die gemeinsamen Reisen mit ihrer Mutter und den vielen Erzählungen über das Waldviertel steckte bei Manuela der Virus Waldviertel im Herzen. Für mich verständlich, aber schwer nachvollziehbar. Das änderte sich bei mir total bei diesem Besuch auf dieser Reise.
Waldviertel heißt mehr als Wald. Da ist der Mythos der vielen sagenumwobenen Geschichten gepaart mit unverfälschter Natur. Dazu passen dort die kleinen Dörfer mit ihren urigen Menschen. Dort empfindet man Wohlfühlen verbunden in einer urtypischen Gegenwart, ein Stück Österreich das es nur dort gibt, eben im Waldviertel.
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Camping, Gastpferdeboxen und Restaurant an einem Platz

Zwischen magischen Steinen und Wald, mitten auf einer satten grünen Wiese campen wir bei dem Reiterhof Einfalt in Kinzenschlag. Die Criollos stehen in schönen Gästeboxen und tagsüber auf der Koppel. In der edlen Dusche rinnt bei mir das heiße Wasser runter.  Luxus pur in einer Welt, wo noch vor 20 Jahren die Menschen teilweise das Wasser mit dem Eimer schleppten. Wir genießen die herrliche Anlage, auch Manuelas Mutter, die uns besuchen kommt.
Diese Region, das Waldviertel, ist bei vielen unternehmungslustigen Reitern bekannt wegen der guten Reitwegnetze und deren fantastischen Markierung. Anders, als in anderen touristischen Gegenden Österreichs, ist das Abzocken im Reiturlaub hier nicht üblich. Man braucht weder eine Plakette noch zahlt man irgendwelche erfundenen Abgaben an die Gemeinden. Dafür erwartet uns eine wunderschöne Landschaft, und nicht nur das, eine super Reitwegenetz noch dazu.
waldviertel Wanderreitstation Einfalt

 Reiten durch die Einsamkeit

Täglich sind wir unterwegs mit den Pferden. Unser Campingplatz liegt in Kinzenschlag. Und die Wanderreitkarte ist erstklassig, die Beschilderung ebenfalls, wir erkunden die wunderschönen Wälder von Gemeindereut. Vom Panorama her ist für uns der Ritt über Kleinpeterholz zum Langschlägerwald das Highlight. Es geht durch enge Täler, am Fluss Zwetel entlang hinauf auf die Bergkämme. Oft verlassen wir, dort wo es erlaubt ist, die Reitwege und reiten über enge Pfade oder anderen Forstwegen durch die hügelige Landschaft. Selbst in den kleinsten Dörfern wie Schönbichl oder Griesbach gibt es gute Wirten. Hausmannskost vom Feinsten und preiswert in schöner Atmosphäre.
Am Campingplatz treffen wir wieder Manuelas Mutter, grillen gemeinsam frische Forellen, genießen immer wieder einheimische Produkte wie Käse und Wurst, und ich kann gut verstehen das sich hier die Wanderreiter wohlfühlen.waldviertel wanderreiten

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TTouch und Bodenarbeit mit Pferden interessiert die Waldviertler 

Es geht weiter durch das Waldviertel zum Reiterhof von Oase MoLyViCa. Hier ist die Landschaft anders, weiter, flacher und geprägt von kleinen Dörfern. Etwas für Reiter, die nicht nur Natur erleben wollen, die sich auch nach etwas Urbanes im Sattel sehnen. Hier sind die Wege durch pure Natur kürzer und schnell ist man wieder in einem Dorf. Kontrastreich und interessant.
Menschlich ist für uns die Begegnung mit Amei eine Bereicherung. Und “Oase” stimmt, denn hier geht alles harmonisch und gelassen zu..
amei und manuAmei, recht alternativ passte genau in das alternative Image des Waldviertels. Sie lebt in einem netten kleinen Bauerhof mit 8 Pferden. Hat dort allein, neben dem Beruf einer Hebamme, 3 Kinder groß gezogen, die Pferde versorgt, Reitunterricht gegeben und so fast nebenbei der Hof renoviert. “Kaffeepause, wir müssen mal reden”! war typisch für unsere Gastgeberin, denn Gespräche ob am gemütlichen Gartentisch oder beim Grillen am Feuer, gehören hier einfach hin.  Wir fühlen uns hier sehr wohl, auch unsere Pferde, die auf einer schönen grünen Graskoppel weiden und Heu haben.
Amei reitet ihre Pferde mit dem Schnürli – Halfter und liebt gewaltfreies Reiten. Manuela, die mit nach der TTouch Methode von Linda Tellington Jones Pferde ausbildet, findet in Amei einen begeisterten Fan. Gemeinsam arbeiten sie im Roundpen mit Pferden und Manuela vermittelt dabei einige Ideen der Ttouch Ausbildungsmethode zur Pferdausbildung. Überhaupt, wir treffen oft auf unseren Reisen Wanderreiter, die sanft mit ihren Pferden umgehen uns recht viele mit gebissloser Zäumung reiten, so wie Amei. Auch hier sind wir mit den Pferden unterwegs und erkunden die Umgebung. Enorm viel haben unsere Pferde auf den Reisen gelernt, neu für sie ist hier das Überschreiten von Bahnübergängen mit glänzenden Schienen. Der Sommer jetzt, nein die Bremsenplage, gibt uns ganz klar zu verstehen, Reiten geht nur von der Morgendämmerung bis 09.00 Uhr und dann wird es fast unerträglich für die Tiere.
Sehnsüchtig denken wir an die Niedrige Tatra, immerhin 600 – 900 Meter hoch, wohl Bremsenfrei!

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Tschechei: Reiten an der Moldau

Aber wir spannen den geographischen Bogen bis dorthin noch etwas weiter und unternehmen einen Abstecher in die Tschechei. Jans Reiterhof “Green Hill Valley Ranch” liegt mitten in den Bergen nahe Rozembek. Unter 500 Jahre alten Eichen, einer regelrechten Kathedrale der Natur parkt unser Gespann und die Pferde tummeln sich auf der Koppel. Auch hier reiten wir viel und besonders beeindruckend sind die Trips zur Moldau. moldau_rozemberk_manu_emailDort am Fluss gibt es viele urige Ecken und ursprüngliche Landschaften. Gerne unterbrechen wir die Ritte auf den einfachen Campingplätzen, die mich an meine Jugend erinnern. Hier stehen nur Zelte, die Wohnwagenwelt der Wohlstandsgesellschaft mit Satantenne, draußen Teppich und Blumenkästen ist noch nicht angekommen. Was aber dort immer großartig ist, das sind die Kioske, die erstklassige heimisch Speisen anbieten, wo man frisch gebratene Forelle oder Karpfen bekommt – natürlich mit einem guten Bier.

böhmen_freies_camping2Und eines Tages unsere Pferde auch die unendliche Freiheit!
Die bildlich letzte Erinnerung für uns: Trabende Stuten auf dem Bergkamm – und weg sind sie. Jans Leute, die mit dem Traktor Heu wenden, hatten den Weidezaun weggerissen. Und wohl durch Bremsen und was immer noch dazu kam gingen unsere Stuten, die in keiner Form Ausreißer sind, eben auf die Reise. Sofort waren wir im Auto, suchten, schauten und Jan ebenfalls. Wir finden einfach keine Hufabdrücke in dem Boden. Die sind einfach spurlos verschwunden. Nach einer Stunde das erste Zeichen, ein Anrufer meldet: die sind an der Brücke. Eine Zeit später der nächste Anruf, die sind am Campingplatz. Unsere Damen waren schnell, immer parallel zur Moldau, unterwegs. Nach zwei Stunden die erlösende Nachricht per Telefon: “Die Pferden sind auf der Wiese bei uns und wir haben das Tor geschlossen”!

 

Dieser Winkel der Tschechei ist nicht nur schön, er ist auch historisch interessant und die Architekturen von Krumlov und Rozembek beeindruckend. Für uns ist diese Ecke sehr preiswert, und lobenswert die gute Küche. Die leckeren Klöße, die wir genießen, verdienen ein Lobeslied. Dazu gibt es Leckereien vom Wild oder saftigen Gulasch. Überall wo wir mit unseren Pferden ankommen freudige Blicke der Tschechen, Gespräche, streicheln der Tiere, uns gefallen die Menschen. Auch optisch, denn gerade über die Grenze gekommen, fallen mir hier die sportlichen Naturen auf – Übergewichtige ist hier Mangelware.

 

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Traumhafte Alleen und schöne Wälder gibt es in der Tschechei. Noch echte weiche Feldwege und ein absolut liberales Verhältnis zu Reitern – so gut wie keine Beschränkungen.

Reisen mit Pferden bedeutet auch ständig in den Hänger einsteigen

Das Verladen der Pferde geht immer schneller. Tür auf, Verladeklappe runter und die Tiere werden zur Klappe geführt und steigen selbstständig ein. Das war ja nicht immer so, wenn ich an die Anfänge meiner Stute denke, es dauerte damals bis zu 5 Stunden. In solchen Situation haben wir Engelsgeduld und üben keinen Druck aus, denn wir wissen, Pferde lernen gewisse Prozesse recht langsam, teilweise sehr mühsam. Kein Wunder, es liegt ja nicht in der Natur, und auch nicht in den Genen oder im normalen Pferdealltag auf der Steppe, das ein Pferd in den Hänger steigen will, soll oder muss. Das ist ja eine “Erfindung” von uns Menschen, vollkommen gegen die Lebensregeln der Pferdenatur. Geduld, Training und viel Ruhe führen zum Ziel. Denn jeden Fehler bei der Hängerverladung durch Gewalt, benötigt später die mehrfache Zeit um diesen Fehler wieder auszubügeln. Unsere Pferde stehen diagonal in Fahrtrichtung im Hänger. Gepolstert ist alles; Seitlich, auch die Trennwände und hinten ebenfalls. Zu allen Seiten hat der Hänger Fenster, ein Rundum – Blick für die Tiere ist möglich. Das ist optimal, denn Pferde sind mehr als neugierig. Überall gibt es regulierbare Belüftungsklappen. Firsche Luft, Sicht und relaxes Stehen ist ein wichtiger Komfort für die Pferde. Unterwegs füttern wir Heu in Netzen.
Und so reisen wir gemeinsam bis nach Bernhardsthal, im Weinviertel. Unser letzter Stopp in Österreich. Wir gönnen den Pferden einen Tag Rast. Reiten am nächsten Tag über die unendlichen Weiten des ewig flachen Landes, dem Weinviertel, und dann geht es in die Slowakei.

Slowakei: Reiten mitten im Naturpark Dobrocsky

slowakei_manu_reiten_emailEndlich liegen die Berge der Niedrigen Tatra vor uns. Dicht bewaldet, tiefe Täler und ein reisender Fluss parallel zur Bergstrasse sind die ersten Eindrücke. Wir quetschen uns fast zwischen die Häuser des Dorfes Drabsko durch, rangieren hin und her um endlich die Kurve zu bekommen und folgen dann den Schotterweg zum Bauernhof Marekov Dvor, eine kleine Einsiedelei. Teresa und ihr Vater empfangen uns voller Freude. Lebenslustige Menschen ist der erste Eindruck. Für die Pferde ist eine Koppel extra eingezäunt. Kaum sind die Pferde in der Koppel gibt es Kaffee und Kuchen, Tipps wohin man reiten kann und viele Fragen über Reiten und unseren Criollos. Wir haben das Gefühl, wir kennen diese Menschen eine Ewigkeit.
Tatsächlich wissen wir Menschen von unseren Nachbarn oft nichts bis gar nichts über unsere Landesgrenzen hinaus. Der gemeinsame europäische Gedanke steckt in den Kinderschuhen. Schade, denn wir sind uns irgendwo fast alle ähnlich, sicherlich kulturell sehr verschieden und trotzdem sind wir alle Europäer. Bei der menschlichen Beurteilung, egal ob im Inland oder über Ausländer gibt es oft die geistlosen Bewertungen wer was hat und besitz, und schon erzeugen die materiellen Werte ganz klar das Wohlstandsparameter, und das erzeugt dann die Abgrenzungen. Dabei ist ja Wohlstand auch das Menschliche, nur meistens wird es am Materiellen gemessen. Um es vorweg zu nehmen, wir haben uns bei den Menschen in der Slowakei enorm wohl gefühlt.

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Ein echter Familienhof

Familiär geführt ist der kleine Pferdehof Marekov Dvor. Die ganze Familie ist im Geschehen integriert. Teresa, die älteste Tochter, spricht erstklassiges Englisch wir ihre Geschwister. Sie unterrichtet täglich Reitschüler oder unternimmt mit Gästen Reitausflüge. Der Vater füttert und mistet. Die Mutter kocht. Teresas Schwester putz und serviert. Ihr Bruder macht das Marketing, schleppt Holz und bürstet die Pferde. In dem gemütlichen alten hölzernen Bauernhaus essen wir oft zu Abend. Alles frisch und selbst gekocht, ein absolutes Highlight die Abendmahlzeiten und natürlich die bei Kerzenlicht schönen Gespräche.

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Kanada liegt so Nahe – die Niedrige Tatra

Atemberaubend, ohne Übertreibung, sind die langen Ausritte, oft 6 – 7 Stunden durch die menschenleeren Waldlandschaften der Niedrigen Tatra. Diese Naturwälder, zu größten Teil wild gewachsen, ziehen sich endlos durch die sanften Berglandschaften. Wir haben uns eine gute Wanderkarte besorgt und reiten auf Bergkämmen, durch Täler und an Flüssen entlang. Das ist möglich, denn hier kann jeder mit dem Pferd auf den hervorragend markierten Wanderwegen reiten. Ein Lob an den Berg – und Wanderverein, eine solche Beschilderung zu “topen” ist schwierig, das ist hervorragend. Dazu gibt es aber noch eine Steigerung: Die Karten! Selbst ein navigatorischen “Bildgänger” kann sich hier real gesehen nicht verreiten. Jede Rastbank, jedes Kreuz, markante Bäume oder jede Heuhütte sind darin eingezeichnet.
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Wir unternehmen fast täglich lange Reitausflüge durch den Natur Park Dobrocsky mit wunderbaren Eindrücken. Am meisten überwältigen uns die enormen schönen Waldlandschaften, die schon seit 1913 geschützt sind. Und schade das nicht der 1.April vor uns liegt, ich würde nicht zögern ein Foto an unsere Freunde versenden, natürlich als Aprilscherz, mit dem Kommentar:
Liebe Grüsse aus Kanada – wir haben mal die Pferde und uns in den Flieger eingepackt und sind rüber geflogen!
Nur drei Reitstunden entfernt ist Cierny Balog, eine alte Dampflock Station, die noch heute für Touristen dampfend fährt. Der Ritt dorthin geht durch dichte Wälder durch ein Tal, immer am Bach entlang. Auch hier, wie in der Tschechei, bietet der Kiosk herzhafte hausgemachte Speisen an. Wir schlemmen frische Forellen, Pflaumenknödel und leckeres Eis. Zurück reiten wir über einen Bergkamm, mitten durch den Naturpark, zu unserem Campingplatz.

Abschied, das ist ja nichts Trauriges, es  bedeutet ja Aufbruch zu neuen Zielen. Also Vorfreude. Diesmal fällt uns aber die Abreise schwer. Wir vertagen mehrmals den Durchstart, denn die Landschaften und Menschen bannen uns. Aber auch wir müssen weiter. Nettes Umarmen mit unseren Gastgebern, Gruppenfoto, Küsschen links und rechts, Pferde verladen und auf das Gaspedal!
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Kanada liegt vor der Haustür – 2. Besuch 2016 in der Slowakei

2016 im September. Ja richtig, wieder rauf auf das Gaspedal und wieder Stopp am Familienhof Marekov Dvor bei Teresa und Familie. Diese Ecke, die Niedrige Tatra und die Familie, haben für uns etwas magisches. Gewisse Gefühle und Energien kann man schwer erklären, muss man auch nicht, man spürt sie – das reicht. Wir sind im Sommer 2016 in Polen unterwegs und auf der Heimreise planen wir spontan über die Slowakei via Niedrige Tatra nach Hause zu fahren.
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Reiten Slowakei – ein Genuss für Naturliebhaber durch traumhafte Landschaften

Begeistert reiten wir wieder in der Slowakei durch die dichten Wälder. Diese Ecke ist einfach traumhaft! Für die Pferde aber auch recht sportlich, denn einige Wege gehen steil bergauf oder hinunter. Unsere Criollos sind trittsicher und kennen von unseren Reisen in den Pyrenäen oder Karpaten anspruchsvolle Pfade. Aber Leute, das ist „Kanada vor der Haustür“, selbst die Bären fehlen in der Tatra nicht. Wieder helfen uns die guten und genauen Karten kleine Seitentäler zu erkunden. Erforschen, neues finden, eigen Wege suchen und auch mal „quer Beet“ macht einfach Spaß.
slowakei reiten mit pferdenMag sein, ich bin „old fashion“ was Navigation anbetrifft, wir Reiten mit keinem GPS System. Orientieren mit Kompass und Karte, nach Sonnenstand Himmelsrichtungen zu bestimmen, Gebirgszüge, Täler und Wasserläufe in die Orientierung mit einbeziehen, macht mir als ehemaliger Segler einfach richtig Spaß.

Auch hier in der Niedrigen Tatra folgen wir Pfade, die es in der Kart nicht gibt. Aber die Himmelsrichtung stimmt! So kommen wir durch kleine Täler und in ein 8 Häuserdorf, wo die Menschen traditionell die alten Häuser renoviert haben. Toll das es noch Leute gibt, die so behutsam mit ihrer Umwelt, mit der Ethik und Architektur umgehen.

 

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 Die Umgebung hier bietet unendlich viele Reitwege, denn in der Niedrigen Tatra kan man mit dem Pferd alle Wanderwege benutzen. Die gut markierten Trails führen durch die unterschiedlichsten Landschaften. Und wir parken regelrecht im Zentrum der Berge, ein idealer Ausgangspunkt.

Die Familie ist nett, denkt und lebt recht alternativ. Wir haben die gleichen „Wellenlängen“. Fhier gibt es hausgemachtes Brot, echten Bio – Räucherkäse und gutes Essen zu Abend. Unsere Pferde stehen wieder auf derb grünen Wiese. Und wir vor Jahren, wir speisen bei Kerzenlicht und genießen diesen schönen Aufenthalt.

Klar gehen wir wieder aufs Gas und fahren weiter. Bin mir aber sicher, wir bremsen hier mal wieder und Reiten in der Niedrigen Tatra.

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Das Geburtstagsgeschenk von Kaiserin Maria Theresia ist unser Campingplatz

Kaiserlich ist der letzte Stopp. Durch die Bekanntschaft mit dem slowakischen Architekten Michal, der in der Slowakei eine Reitwandernetz derzeit organisiert, das schon teilweise fertig ist, bekommen wir die Chance in den Fußstapfen von Kaiserin Maria Theresia`s Pferden zu gelangen. Mitten im Hof des ehemaligen kaiserlichen Zucht – und Reitstalles campen wir und stellen unsere Criollos in die Boxen seiner Majestät.

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 Das Gut Koptschan, ein echtes architektonische Wunder, wie .z.B. das der Dachstuhl gar kein Dachstuhl ist, denn hier wurde kein Holz wegen der Brandgefahr verwendet, sondern das gesamte Dach ist ausgemauert mit Ziegeln zu schönen Rundbögen. Hier standen im Jahr 1765 einst runde 200 Pferde der ersten Auswahl und der Pferdestall versorgte mit prachtvollen Pferden das kaiserliche Haus und hochrangige Offiziere.

koptschan_innenhofTeilweise ist das Gut schon renoviert und jedes Jahr, immer wenn die Gemeinde Geld angespart hat, geht es weiter. Denn Dank sinnvoller Überlegungen bleibt das Gut im Besitz von der Gemeinde, ist nicht in die Hand von Investoren gefallen, und der Service, ob Einstellen, Reitunterricht oder Kutschen – Fahren hat normale erschwingliche Preise und ist für das “Volk” bezahlbar. Wir erleben die Freude und Jubel von Kindern, die im Rahmen des Ferienprogramm , für Euro 55,00 die Woche inkl. Übernachtung, Verpflegung und Reitunterricht Ferien machen.
Sicher ein sozialer Weg, wie muss doch früher das Volk gedacht haben, als diese erfuhren: Das Gestüt Koptschan ist ein Geburtstagsgeschenk für Maria Theresia!

 

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Zurück in Österreich, wir stoppen kurz bei Freunden im Weinviertel, reisen wir wieder zu unserer “Insel”, unser zu Hause, in das Südburgenland.
Hinter uns liegen schöne Erlebnisse und wieder einmal die Bestätigung: Die Menschen sind einfach Klasse!

Reitstall und Camping im Waldviertel – Gastpferdeboxen, Gästezimmer, Restaurant, Camping – gute Wanderreitstation
Familie Einfalt
Telefon: +43 (0) 2812 / 83 20
Kinzenschlag 11
3920 Groß Gerungs
E-Mail:
http://www.camping-im-waldviertel.at

Reitstall Oase MoLyViCa im Waldviertel – Gastpferdeboxen, Reitunterricht, Gästezimmer – ein urig menschlicher Platz!
Amei Neubauer
3860 Heidenreichstein
Tel: 0043 664/371 38 25
E-Mail:

Waldviertel Infos:
Karte Pferdeparadies Waldviertel Hochland Euro 3,00 erhältlich vor Ort. Webseite der Region: www.pferdeparadies-waldviertel.at

Green Valley Ranch in der Tschechei – Einsam gelegen nahe Moldau. Gastboxen. Gästezimmer. Vollpension. Gute Mietpferde, sehr schöne! Tages – und Mehrtagesritte.
Jan Likler (Hans)
Tel. +420 602 461 305
38218 Rozmberk n/Vltavou

www.wanderreiten.cz
(Spricht Deutsch und Englisch)

Für die Tschechei, auch besonders für Böhmen, ist Milena Andrlova (Spricht Englisch und Deutsch) Wanderreitexpertin und hat viele Infos, Karten, und Kontakte
milena.andrlova@seznam.cz

Wanderreiten Südböhmen www.turistikanakoni.cz
Wanderreiten Umgebung Pilsen www.turisturaj.cz
Erstklassige Wanderreitkarten Tschechei 1:50 000 gut als Reitkarten überall zum kaufen

Reiterhof im Weinviertel Österreich – Gastpferdeboxen, Kutschfahrten, Gästezimmer im Ort,
Leo Janka
+43 (0)676 7979 610
Hauptstrasse 88
2275 Bernhardsthal

Marekov Dvor Pferdehof in der Slowakei – Alleinlage, Gastweide, Mietpferde, Gästebungalow, familiärer Aufenthalt mit Vollpension. Naturliebhaber, auch ohne Pferde, werden diesen Platz lieben!
Teresa
+421-903-829 667
976 53 Drábsko 112, Slowakei

www.marekovdvor.sk
http://www.marekovdvor.sk/de-index.html
(Spricht Englisch)

Wanderkarten, erstklassig und auch als Wanderreitkarte verwendbar, kann man vor Ort für Euro 3,00 kaufen.

In der Niedrigen Tatra gibt es eine touristische Vereinigung der Huzulen Pferdebesitzer und Züchter: www.huculskamagistrala.sk

Kopcany(Koptschan) – ehemaliges Maria Theresia Gestüt Gastboxen, Gastpferde, Tagesausritte nach Absprache möglich
Herr Stanislav Matulik
+421 904 206 768
Kollarova 1146
90848 Kopcany – Slowakei

www.kopcany.sk
(Spricht Deutsch)

Altösterreichische Pferderassen – ein Projekt von Österreichern und Slowaken mit historischen Hintergrund und Kutschenfahrten
www.pferde-altoesterreich.at
www.kst.sk

Topinfos Bezugs Wanderreiten in der Slowakei:
Michal Hucko – (Spricht Englisch und Deutsch) Experte für Slowakei